Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026:
So lange wartet man in Österreich auf einen Kassenarzt-Termin
1.601 ausgewertete Terminanfragen in allen Bundesländern und 14 Fachrichtungen zeigen, wie lange Kassenpatientinnen und Kassenpatienten in Österreich tatsächlich auf einen Termin warten.
Sebastian Arthofer, MSc · Studienleiter · Erhebung 21. Mai – 10. September 2026
„Der Kassenarzt kostet kein Geld, er hat einen Wartepreis. Bezahlt wird er in Wochen. Wer die nicht hat, bezahlt den Termin im Wahlarztbereich in Euro – selbst oder finanziert über eine private Krankenversicherung."
- Spitzenwert 65Tage Innere Medizin längste Wartezeit · n = 113
- 1.601 ausgewertete Terminanfragen verdeckt erhoben bei Kassenordinationen
- 9×14 Bundesländer × Fachrichtungen ganz Österreich abgedeckt
- 2026 Erhebungszeitraum 21. Mai – 10. September
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · n = 1.601 · 95-%-Konfidenzintervall der Gesamtstichprobe ± 2,0 Tage · Kennzahlen und Grafiken honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Zum zweiten Mal gemessen, wie lange Österreich wirklich wartet
Nach der Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2025 haben wir die Erhebung 2026 wiederholt – mit 1.601 ausgewerteten Terminanfragen bei Kassenordinationen in allen Bundesländern und 14 Fachrichtungen – standardisiert und verdeckt erhoben. So entsteht eine belastbare Datengrundlage statt Einzeleindrücken: gemessen wird die Wartezeit, die Patientinnen und Patienten im Alltag tatsächlich erleben.
Warum wir das tun: Als unabhängige Vergleichsplattform haben wir ein Interesse daran, dass Entscheidungen rund um die eigene Gesundheitsvorsorge datenbasiert getroffen werden – am Ende bleiben sie immer persönliche Entscheidungen. Deshalb legen wir Hintergrund und Methodik vollständig offen; alle Ergebnisse werden ausschließlich aggregiert veröffentlicht.
- ✓ Standardisiert: je Fachrichtung dasselbe Routine- und Vorsorgeanliegen, kein Akutfall
- ✓ Verdeckt erhoben: reale Antworten der Ordinationen, als ÖGK-versicherte Neupatientin bzw. Neupatient
- ✓ Transparent: Zähldefinition, Ausschlüsse und Grenzen vollständig dokumentiert
Wartezeiten nach Fachrichtung in Österreich
Die längste Wartezeit auf einen Kassenarzt-Termin in Österreich hat 2026 die Innere Medizin mit einem Median von 65 Tagen, gefolgt von der Psychiatrie mit 61 Tagen und der Neurologie mit 50 Tagen; am schnellsten geht es beim Hausarzt mit 1 Tag (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 1.601).
Median-Wartezeit je Fachrichtung
In Kalendertagen bis zum ersten angebotenen Kassentermin · alle Bundesländer · sortiert nach Wartezeit
- Innere Medizinn = 11365 Tage2025: 63
- Psychiatrien = 10661 Tage2025: 61
- rund 2 Monate ↑
- Neurologien = 10950 Tage2025: 42
- Augen = 12246 Tage2025: 52
- Kardiologien = 11045 Tage2025: 33
- Urologien = 11639 Tage2025: 48
- Hautn = 11736 Tage2025: 36
- Gynäkologien = 12234 Tage2025: 46
- mehr als 1 Monat ↑weniger als 1 Monat ↓
- Orthopädien = 11626 Tage2025: 24
- HNOn = 12023 Tage2025: 21
- Pulmologien = 10922 Tage2025: 18
- Pädiatrien = 11218 Tage2025: 17
- Radiologien = 11017 Tage2025: 14
- Hausarztn = 1191 Tag2025: 1
- Erhebung 2026
- Erhebung 2025 (Vorjahr)
Was die Daten zeigen
Drei Fachrichtungen liegen 2026 bei 50 Tagen oder mehr: Die Innere Medizin führt mit einem Median von 65 Tagen, dahinter folgen die Psychiatrie mit 61 Tagen und die Neurologie mit 50 Tagen – wer dort einen Kassentermin sucht, wartet im Median sieben Wochen bis über zwei Monate.
Die Spannweite zwischen den Fachrichtungen ist groß: Zwischen dem Hausarzt mit 1 Tag und der Inneren Medizin mit 65 Tagen liegen mehr als zwei Monate. Am schnellsten unter den Facharztrichtungen sind Radiologie mit 17, Pädiatrie mit 18 und Pulmologie mit 22 Tagen.
Im Vergleich zu 2025 bleibt die Spitze stabil: Innere Medizin und Psychiatrie führten bereits im Vorjahr mit 63 bzw. 61 Tagen. Deutlich verschoben haben sich die Gynäkologie mit −12 Tagen und die Kardiologie mit +12 Tagen – die vollständige Veränderung zeigt die zweite Grafik.
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · n = 1.601 · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Veränderung gegenüber 2025
Im Vergleich zu 2025 hat sich die Median-Wartezeit in acht von 14 Fachrichtungen verlängert, in drei verkürzt und in drei ist sie unverändert geblieben; am stärksten verändert haben sich die Gynäkologie mit −12 Tagen und die Kardiologie mit +12 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at).
- Gynäkologien = 122−12
- Kardiologien = 110+12
- Urologien = 116−9
- Neurologien = 109+8
- Augen = 122−6
- Pulmologien = 109+4
- Radiologien = 110+3
- Orthopädien = 116+2
- HNOn = 120+2
- Innere Medizinn = 113+2
- Pädiatrien = 112+1
- Psychiatrien = 106±0
- Hautn = 117±0
- Hausarztn = 119±0
- Wartezeit gestiegen (+, in Tagen)
- Wartezeit gesunken (−, in Tagen)
- Skala in Tagen, identisch zur Grafik oben
Wie die Veränderungen einzuordnen sind
Über alle Fachrichtungen hinweg überwiegen die Verlängerungen: In acht Fachrichtungen ist die Median-Wartezeit gestiegen, in drei gesunken, in drei blieb sie gleich. Die größten Anstiege verzeichnen die Kardiologie mit +12 und die Neurologie mit +8 Tagen.
Ein kürzerer Median bedeutet dabei nicht zwangsläufig einen besseren Zugang. Die Gynäkologie zeigt mit −12 Tagen die stärkste Verkürzung, gehört aber laut der Aufnahmestopp-Studie 2026 von krankenversichern.at mit 65,2 Prozent zu den beiden Fachrichtungen mit dem höchsten Anteil an Ordinationen ohne Neuaufnahme. Gemessen wird die Wartezeit nur dort, wo überhaupt ein Termin angeboten wird: Ordinationen, die 2025 noch einen späten Termin vergeben haben und inzwischen keine neuen Patientinnen und Patienten mehr aufnehmen, fallen aus der Auswertung heraus. Dieser Selektionseffekt kann den Median senken, obwohl der Zugang insgesamt schwieriger geworden ist.
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · Differenz der Mediane 2026 gegenüber 2025 (n = 1.601 bzw. 1.591) · Details zu beiden Erhebungen im Studiendesign · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Alle Werte als Tabelle anzeigen
| Fachrichtung | Median 2026 (Tage) | n 2026 | Median 2025 (Tage) | n 2025 | Veränderung (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|
| Innere Medizin | 65 | 113 | 63 | 115 | +2 |
| Psychiatrie | 61 | 106 | 61 | 111 | ±0 |
| Neurologie | 50 | 109 | 42 | 109 | +8 |
| Auge | 46 | 122 | 52 | 119 | −6 |
| Kardiologie | 45 | 110 | 33 | 113 | +12 |
| Urologie | 39 | 116 | 48 | 110 | −9 |
| Haut | 36 | 117 | 36 | 123 | ±0 |
| Gynäkologie | 34 | 122 | 46 | 114 | −12 |
| Orthopädie | 26 | 116 | 24 | 117 | +2 |
| HNO | 23 | 120 | 21 | 116 | +2 |
| Pulmologie | 22 | 109 | 18 | 111 | +4 |
| Pädiatrie | 18 | 112 | 17 | 111 | +1 |
| Radiologie | 17 | 110 | 14 | 110 | +3 |
| Hausarzt | 1 | 119 | 1 | 111 | ±0 |
Positive Werte in der Spalte Veränderung bedeuten eine längere Wartezeit 2026. Werte je Fachrichtung über alle neun Bundesländer; Mediane werden direkt aus den Einzelwerten berechnet und nicht aus Teilmedianen gemittelt. Halbe Tageswerte werden kaufmännisch auf volle Tage gerundet.
Wartezeiten nach Bundesland
Am längsten warten Kassenpatientinnen und Kassenpatienten auf einen Facharzttermin im Burgenland mit 53 Tagen und in Vorarlberg mit 46 Tagen, am kürzesten in Wien mit 22 Tagen; österreichweit liegt der Median bei 34 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 1.482 Facharzt-Anfragen).
Facharzt-Median je Bundesland
In Kalendertagen bis zum ersten angebotenen Kassentermin · Median über die 13 Facharztrichtungen
- Burgenlandn = 5553 Tage
- Vorarlbergn = 8946 Tage
- Oberösterreichn = 23738 Tage
- Tiroln = 12838 Tage
- Salzburgn = 9537 Tage
- Kärntenn = 9235 Tage
- Niederösterreichn = 26834 Tage
- Steiermarkn = 20334 Tage
- Wienn = 31522 Tage
Was die Daten zeigen
Zwischen dem Burgenland mit 53 Tagen und Wien mit 22 Tagen liegen 31 Tage – im Burgenland wartet man auf einen Kassen-Facharzttermin also mehr als doppelt so lange wie in der Bundeshauptstadt.
Wien ist mit deutlichem Abstand das schnellste Bundesland: Zwischen Wien und dem nächstplatzierten Niederösterreich beziehungsweise der Steiermark mit jeweils 34 Tagen liegen zwölf Tage. Sechs Bundesländer liegen dicht beieinander zwischen 34 und 38 Tagen; nur Vorarlberg mit 46 und das Burgenland mit 53 Tagen liegen darüber.
Klar abgesetzt ist damit nur Wien. Die Unterschiede zwischen den übrigen acht Bundesländern sind gemessen an ihren Fallzahlen klein; eine Rangfolge unter ihnen lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Warum die Wartezeiten regional auseinanderliegen, ist nicht Gegenstand dieser Erhebung.
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · n = 1.482 Facharzt-Anfragen · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Alle Werte als Tabelle anzeigen
| Bundesland | Median 2026 (Tage) | n |
|---|---|---|
| Burgenland | 53 | 55 |
| Vorarlberg | 46 | 89 |
| Oberösterreich | 38 | 237 |
| Tirol | 38 | 128 |
| Salzburg | 37 | 95 |
| Kärnten | 35 | 92 |
| Niederösterreich | 34 | 268 |
| Steiermark | 34 | 203 |
| Wien | 22 | 315 |
| Österreich gesamt | 34 | 1.482 |
Der Facharzt-Median umfasst die 13 Facharztrichtungen. Der Hausarzt wird auf Fachrichtungsebene eigens ausgewiesen (Median 1 Tag), weil Hausarzttermine nach einer anderen Mechanik vergeben werden – überwiegend kurzfristig und ohne mehrwöchige Vorlaufzeit. Mediane werden direkt aus den Einzelwerten der jeweiligen Gruppe berechnet; halbe Tageswerte werden kaufmännisch auf volle Tage gerundet. Bundesländer mit kleinerer Fallzahl haben eine größere Schwankungsbreite; ihre Reihenfolge untereinander ist dort nicht belastbar.
Wartezeiten im Detail: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark
Die längste Wartezeit auf einen Kassenarzt-Termin in den vier bevölkerungsstärksten Bundesländern hat die Urologie in der Steiermark mit 88 Tagen, gefolgt von der Inneren Medizin mit 78 und der Psychiatrie mit 72 Tagen, beide in Oberösterreich (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at).
Die Ergebnisse der vier Bundesländer stehen untereinander.
In Wien liegt die Median-Wartezeit auf einen Kassen-Facharzttermin bei 22 Tagen; am längsten wartet man in der Psychiatrie mit 64 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 315 Facharzt-Anfragen).
- Psychiatrien = 2164 Tage
- Innere Medizinn = 2642 Tage
- Neurologien = 2435 Tage
- Kardiologien = 2434 Tage
- Augen = 2432 Tage
- Hautn = 2428 Tage
- Gynäkologien = 2625 Tage
- Pulmologien = 2319 Tage
- Urologien = 2516 Tage
- Pädiatrien = 2412 Tage
- HNOn = 246 Tage
- Orthopädien = 275 Tage
- Radiologien = 233 Tage
- Hausarztn = 241 Tag
Was die Zahlen für Wien zeigen
Wien ist das Bundesland mit den kürzesten Wartezeiten: Der Facharzt-Median liegt bei 22 Tagen. In sieben der 14 Fachrichtungen bekommt man innerhalb von drei Wochen einen Termin – Radiologie mit 3 Tagen, Orthopädie mit 5 und HNO mit 6 Tagen liegen unter einer Woche, beim Hausarzt liegt der Median bei 1 Tag.
Die Ausnahme ist die Psychiatrie mit 64 Tagen: Sie ist die einzige Fachrichtung in Wien jenseits von zwei Monaten und liegt 22 Tage über der zweitlängsten Wartezeit, der Inneren Medizin mit 42 Tagen.
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · Wien · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Alle Werte für Wien als Tabelle
| Fachrichtung | Median 2026 (Tage) | n |
|---|---|---|
| Psychiatrie | 64 | 21 |
| Innere Medizin | 42 | 26 |
| Neurologie | 35 | 24 |
| Kardiologie | 34 | 24 |
| Auge | 32 | 24 |
| Haut | 28 | 24 |
| Gynäkologie | 25 | 26 |
| Pulmologie | 19 | 23 |
| Urologie | 16 | 25 |
| Pädiatrie | 12 | 24 |
| HNO | 6 | 24 |
| Orthopädie | 5 | 27 |
| Radiologie | 3 | 23 |
| Hausarzt | 1 | 24 |
In Niederösterreich liegt die Median-Wartezeit auf einen Kassen-Facharzttermin bei 34 Tagen; am längsten wartet man in der Inneren Medizin mit 65 Tagen, gefolgt vom Auge mit 61 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 268 Facharzt-Anfragen).
- Innere Medizinn = 2065 Tage
- Augen = 2261 Tage
- Urologien = 2157 Tage
- Psychiatrien = 2044 Tage
- Kardiologien = 2043 Tage
- Hautn = 2539 Tage
- Neurologien = 2037 Tage
- Orthopädien = 2037 Tage
- Pulmologien = 2035 Tage
- Gynäkologien = 2030 Tage
- HNOn = 2022 Tage
- Pädiatrien = 2021 Tage
- Radiologien = 2017 Tage
- Hausarztn = 202 Tage
Was die Zahlen für Niederösterreich zeigen
Niederösterreich liegt mit einem Facharzt-Median von 34 Tagen im Mittelfeld der Bundesländer. An der Spitze stehen Innere Medizin mit 65, Auge mit 61 und Urologie mit 57 Tagen – in allen dreien wartet man rund zwei Monate.
Die Verteilung ist vergleichsweise gleichmäßig: Zehn der 13 Facharztrichtungen liegen zwischen 17 und 44 Tagen. Am schnellsten geht es in der Radiologie mit 17 und bei der Pädiatrie mit 21 Tagen, beim Hausarzt bei 2 Tagen.
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · Niederösterreich · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Alle Werte für Niederösterreich als Tabelle
| Fachrichtung | Median 2026 (Tage) | n |
|---|---|---|
| Innere Medizin | 65 | 20 |
| Auge | 61 | 22 |
| Urologie | 57 | 21 |
| Psychiatrie | 44 | 20 |
| Kardiologie | 43 | 20 |
| Haut | 39 | 25 |
| Neurologie | 37 | 20 |
| Orthopädie | 37 | 20 |
| Pulmologie | 35 | 20 |
| Gynäkologie | 30 | 20 |
| HNO | 22 | 20 |
| Pädiatrie | 21 | 20 |
| Radiologie | 17 | 20 |
| Hausarzt | 2 | 20 |
In Oberösterreich liegt die Median-Wartezeit auf einen Kassen-Facharzttermin bei 38 Tagen; am längsten wartet man in der Inneren Medizin mit 78 Tagen, gefolgt von der Psychiatrie mit 72 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 237 Facharzt-Anfragen).
- Innere Medizinn = 1878 Tage
- Psychiatrien = 1872 Tage
- Urologien = 1857 Tage
- Kardiologien = 1852 Tage
- Neurologien = 1847 Tage
- Gynäkologien = 1944 Tage
- Augen = 1836 Tage
- Hautn = 1835 Tage
- Orthopädien = 1830 Tage
- HNOn = 1829 Tage
- Pulmologien = 1828 Tage
- Pädiatrien = 1822 Tage
- Radiologien = 2017 Tage
- Hausarztn = 182 Tage
Was die Zahlen für Oberösterreich zeigen
Oberösterreich hat mit 38 Tagen den höchsten Facharzt-Median der vier Detail-Bundesländer. Die Innere Medizin ist mit 78 Tagen der zweithöchste Einzelwert dieser Auswertung – rund zweieinhalb Monate bis zum Termin.
Fünf Fachrichtungen liegen bei 47 Tagen oder darüber: Innere Medizin 78, Psychiatrie 72, Urologie 57, Kardiologie 52 und Neurologie 47 Tage. Unter drei Wochen bleiben nur Radiologie mit 17 und Hausarzt mit 2 Tagen.
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · Oberösterreich · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Alle Werte für Oberösterreich als Tabelle
| Fachrichtung | Median 2026 (Tage) | n |
|---|---|---|
| Innere Medizin | 78 | 18 |
| Psychiatrie | 72 | 18 |
| Urologie | 57 | 18 |
| Kardiologie | 52 | 18 |
| Neurologie | 47 | 18 |
| Gynäkologie | 44 | 19 |
| Auge | 36 | 18 |
| Haut | 35 | 18 |
| Orthopädie | 30 | 18 |
| HNO | 29 | 18 |
| Pulmologie | 28 | 18 |
| Pädiatrie | 22 | 18 |
| Radiologie | 17 | 20 |
| Hausarzt | 2 | 18 |
In der Steiermark liegt die Median-Wartezeit auf einen Kassen-Facharzttermin bei 34 Tagen; am längsten wartet man in der Urologie mit 88 Tagen, gefolgt von der Psychiatrie mit 60 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 203 Facharzt-Anfragen).
- Urologien = 1588 Tage
- Psychiatrien = 1560 Tage
- Hautn = 1558 Tage
- Innere Medizinn = 1555 Tage
- Neurologien = 1553 Tage
- Augen = 2139 Tage
- HNOn = 1532 Tage
- Kardiologien = 1532 Tage
- Gynäkologien = 1627 Tage
- Orthopädien = 1526 Tage
- Pädiatrien = 1626 Tage
- Radiologien = 1519 Tage
- Pulmologien = 1518 Tage
- Hausarztn = 161 Tag
Was die Zahlen für Steiermark zeigen
Die Steiermark liegt mit einem Facharzt-Median von 34 Tagen gleichauf mit Niederösterreich, zeigt aber die größte Spreizung: Zwischen Urologie mit 88 Tagen und Pulmologie mit 18 Tagen liegen 70 Tage.
Die Urologie ist mit 88 Tagen der höchste Wert aller vier Detail-Bundesländer – fast drei Monate. Dahinter folgen Psychiatrie mit 60, Haut mit 58 und Innere Medizin mit 55 Tagen. Sieben der 13 Facharztrichtungen liegen dagegen bei 32 Tagen oder darunter.
Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · Steiermark · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
Alle Werte für Steiermark als Tabelle
| Fachrichtung | Median 2026 (Tage) | n |
|---|---|---|
| Urologie | 88 | 15 |
| Psychiatrie | 60 | 15 |
| Haut | 58 | 15 |
| Innere Medizin | 55 | 15 |
| Neurologie | 53 | 15 |
| Auge | 39 | 21 |
| HNO | 32 | 15 |
| Kardiologie | 32 | 15 |
| Gynäkologie | 27 | 16 |
| Orthopädie | 26 | 15 |
| Pädiatrie | 26 | 16 |
| Radiologie | 19 | 15 |
| Pulmologie | 18 | 15 |
| Hausarzt | 1 | 16 |
Veröffentlicht werden Kombinationen aus Bundesland und Fachrichtung nur dort, wo jede Fachrichtung mit mindestens 15 gültigen Rückmeldungen vertreten ist. Dieses Kriterium erfüllen Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark. Für Teilgruppen ist die Fallzahl kleiner und die statistische Unsicherheit entsprechend größer als bei den Fachrichtungs- und Bundeslandwerten.
Das Umfeld: Wie sich das ärztliche Angebot seit 2000 verschoben hat
Die Zahl der Kassenärztinnen und Kassenärzte in Österreich ist seit dem Jahr 2000 nahezu unverändert – von 8.203 auf 8.236 (+0,4 %) –, während sich die Zahl der Wahlärztinnen und Wahlärzte im selben Zeitraum von 4.768 auf 11.802 erhöht hat (+148 %) (Wahlarzt- & Kassenarzt-Statistiken, krankenversichern.at, auf Basis von Daten der Österreichischen Ärztekammer, 2025).
Zur Einordnung: Die Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026 misst Wartezeiten, nicht deren Ursachen. Die folgenden Zahlen stammen aus anderen, jeweils benannten Erhebungen und beschreiben das Umfeld, in dem die gemessenen Wartezeiten entstehen. Ein rechnerischer Zusammenhang mit den Studienergebnissen wird daraus nicht abgeleitet.
Kassenärzte stagnieren, Wahlärzte wachsen
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Österreich, 2000 gegenüber 2025
Die Versorgungslast im Kassensystem verteilt sich damit auf eine seit 25 Jahren praktisch gleich große Zahl an Kassenordinationen – bei einer Bevölkerung, die im selben Zeitraum um rund 1,2 Millionen Menschen gewachsen ist. Das Wachstum des ärztlichen Angebots findet fast ausschließlich im Wahlarztbereich statt, der zunächst privat zu bezahlen ist.
Werte als Tabelle
| Gruppe | 2000 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Kassenärztinnen und Kassenärzte | 8.203 | 8.236 | +0,4 % |
| Wahlärztinnen und Wahlärzte | 4.768 | 11.802 | +148 % |
Quelle: Wahlarzt- & Kassenarzt-Statistiken, krankenversichern.at, auf Basis von Daten der Österreichischen Ärztekammer, Stand 2025 · Kassenärzte inkl. kleiner Kassen · Bevölkerungsentwicklung ebenda.
Aufnahmestopp: Viele Ordinationen nehmen gar nicht mehr auf
Die Wartezeit ist nur die halbe Zugangshürde. Die Aufnahmestopp-Studie 2026 von krankenversichern.at zeigt, dass rund ein Drittel der Kassenordinationen aktuell keine neuen Patientinnen und Patienten aufnimmt – in einzelnen Fachrichtungen wie Dermatologie (65,9 %) und Gynäkologie (65,2 %) sind es rund zwei Drittel. Die in dieser Studie gemessenen Wartezeiten gelten ausschließlich für jene Ordinationen, die überhaupt einen Termin angeboten haben.
Zur Aufnahmestopp-Studie 2026Quelle: Aufnahmestopp-Studie 2026, krankenversichern.at · eigenständige Erhebung mit eigener Methodik.
Methodik der Studie
Die Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026 basiert auf 1.601 ausgewerteten Terminanfragen bei Kassenordinationen in allen neun Bundesländern und 14 Fachrichtungen, verdeckt und standardisiert erhoben vom 21. Mai bis 10. September 2026; ausgewiesen wird der Median der Wartezeit in Kalendertagen mit einem 95-%-Konfidenzintervall von ± 2,0 Tagen über die Gesamtstichprobe (krankenversichern.at).
-
Anfrageszenario
Verdeckte Terminanfrage als neu zugezogene, bei der ÖGK versicherte Person – je Fachrichtung dasselbe Routine- oder Vorsorgeanliegen, ausdrücklich kein Akutfall. Für die Radiologie lag eine ärztliche Überweisung zugrunde.
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Erhebungskanal
Grundsätzlich schriftlich per E-Mail oder über das Online-Buchungssystem der Ordination; bei Online-Systemen wurde der erste buchbare Termin ausgelesen. Telefonisch nur, wenn kein schriftlicher Kanal verfügbar oder eine Rückfrage nötig war.
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Was gemessen wird
Kalendertage zwischen dem Anfragetag (Tag 0) und dem erstgenannten bestätigten Termin. Gewertet werden nur abgeschlossene Anfragen mit datiertem Terminangebot.
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Median statt Mittelwert
Ausgewiesen wird der Median: die Wartezeit, die die Hälfte der Ordinationen unter- und die Hälfte überschreitet. Er ist robust gegenüber einzelnen Extremwerten und bildet den typischen Fall ab. Halbe Tageswerte werden kaufmännisch gerundet.
-
Statistische Präzision
95-%-Konfidenzintervall der Gesamtstichprobe: ± 2,0 Tage, berechnet über den Interquartilsabstand. Für Teilgruppen ist das Intervall breiter; die Spannen je Fachrichtung und Bundesland sind im Studiendesign dokumentiert.
-
Ausschlüsse & Grenzen
Ordinationen mit Aufnahmestopp, ohne Rückmeldung oder im Urlaub zählen nicht zur Fallzahl. Gemessen wird die Wartezeit dort, wo ein Termin angeboten wird – der tatsächliche Zugangsaufwand kann darüber liegen. Auf Bundeslandebene wird der Facharzt-Median über die 13 Facharztrichtungen ausgewiesen.
Fragen und Antworten zur Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026
Wie lange wartet man in Österreich auf einen Kassenarzt-Termin?
Der Facharzt-Median liegt in Österreich bei 34 Tagen. Je nach Fachrichtung reicht die Spanne von 17 Tagen in der Radiologie bis 65 Tage in der Inneren Medizin; beim Hausarzt liegt der Median bei 1 Tag (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at; Facharzt-Median n = 1.482, Gesamtstichprobe n = 1.601).
Welche Fachrichtung hat die längsten Wartezeiten?
Die längste Wartezeit hat 2026 die Innere Medizin mit einem Median von 65 Tagen, gefolgt von der Psychiatrie mit 61 und der Neurologie mit 50 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at). Alle 14 Fachrichtungen zeigt die Grafik oben.
Wie ist die Lage in Wien und Niederösterreich?
Wien ist mit einem Facharzt-Median von 22 Tagen das Bundesland mit den kürzesten Wartezeiten; die längste Wiener Wartezeit hat die Psychiatrie mit 64 Tagen. Niederösterreich liegt bei 34 Tagen, mit der Inneren Medizin (65 Tage) und dem Auge (61 Tage) an der Spitze (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at). Details in der Regionalauswertung.
Sind die Wartezeiten seit 2025 gestiegen?
Im Vergleich zu 2025 hat sich die Median-Wartezeit in acht von 14 Fachrichtungen verlängert, in drei verkürzt und ist in drei unverändert geblieben. Die größten Veränderungen: Gynäkologie −12 Tage und Kardiologie +12 Tage (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at).
Warum gibt es so lange Wartezeiten beim Kassenarzt?
Die Zahl der Kassenärztinnen und Kassenärzte stagniert seit 2000 (+0,4 %), während sich die Zahl der Wahlärztinnen und Wahlärzte auf 11.802 mehr als verdoppelt hat (+148 %); zusätzlich nimmt rund ein Drittel der Kassenordinationen keine neuen Patientinnen und Patienten auf (Wahlarzt- & Kassenarzt-Statistiken auf Basis von Daten der Österreichischen Ärztekammer sowie Aufnahmestopp-Studie 2026, krankenversichern.at). Die Wartezeitenstudie selbst misst Wartezeiten und keine Ursachen; diese Zahlen stammen aus eigenständigen Erhebungen. Die Einordnung oben zeigt die Entwicklung im Detail.
Wie wurde die Studie erhoben?
Mit 1.601 ausgewerteten Terminanfragen, verdeckt und standardisiert gestellt als ÖGK-versicherte Neupatientin bzw. Neupatient in allen neun Bundesländern und 14 Fachrichtungen, erhoben vom 21. Mai bis 10. September 2026. Ausgewiesen wird der Median in Kalendertagen; das 95-%-Konfidenzintervall der Gesamtstichprobe beträgt ± 2,0 Tage. Die vollständige Methodik steht im Studiendesign-PDF.
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Sebastian Arthofer, MScCo-Gründer & COO · krankenversichern.at
Studienleiter der Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026 und Experte für private Gesundheitsvorsorge. Ordnet Versorgungs- und Wartezeiten-Daten für Medien ein.
Für Interviews & O-Töne verfügbar -
Über das Unternehmen
Über krankenversichern.at
krankenversichern.at ist das unabhängige Vergleichsportal für private Kranken- und Zusatzversicherungen in Österreich. Betrieben wird es von der AVERS Versicherungsmakler GmbH in Wels; verglichen und beraten wird produktübergreifend, transparent und konsumentenseitig.
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Zitierweise: „Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at." · Nutzung: Texte, Kennzahlen und Grafiken honorarfrei unter Nennung der Quelle und Verlinkung auf krankenversichern.at. · Bildnachweis: Foto Sebastian Arthofer © krankenversichern.at.
„Wenn Patientinnen und Patienten bis zu 65 Tage auf einen Kassentermin warten und rund jede dritte Kassenordination keine neuen Patientinnen und Patienten mehr aufnimmt, dann ist eine private Krankenversicherung für viele längst kein Luxus mehr – sondern eine Notwendigkeit."
Sebastian Arthofer, MScCo-Gründer & COO · krankenversichern.at
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| Fachrichtung | Wartezeit (Tage) | Aufnahmestopp | Wahlarzt Ø |
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Werte: Österreich-Durchschnitt · Quellen: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, Aufnahmestopp-Studie 2026 & Wahlarzt-Kostenreport von krankenversichern.at · krankenversichern.at ist ein unabhängiges Vergleichsportal, betrieben von der AVERS Versicherungsmakler GmbH, Wels; ob eine private Absicherung sinnvoll ist, bleibt deine Entscheidung.