Neue Studie 2026

Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026:
So lange wartet man in Österreich auf einen Kassenarzt-Termin

1.601 ausgewertete Terminanfragen in allen Bundesländern und 14 Fachrichtungen zeigen, wie lange Kassenpatientinnen und Kassenpatienten in Österreich tatsächlich auf einen Termin warten.

Sebastian Arthofer, MSc · Studienleiter · Erhebung 21. Mai – 10. September 2026

Sebastian Arthofer, MSc – Studienleiter
„Der Kassenarzt kostet kein Geld, er hat einen Wartepreis. Bezahlt wird er in Wochen. Wer die nicht hat, bezahlt den Termin im Wahlarztbereich in Euro – selbst oder finanziert über eine private Krankenversicherung."
Sebastian Arthofer, MSc · Studienleiter & Co-Gründer, krankenversichern.at
  • Spitzenwert 65Tage Innere Medizin längste Wartezeit · n = 113
  • 1.601 ausgewertete Terminanfragen verdeckt erhoben bei Kassenordinationen
  • 9×14 Bundesländer × Fachrichtungen ganz Österreich abgedeckt
  • 2026 Erhebungszeitraum 21. Mai – 10. September

Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · n = 1.601 · 95-%-Konfidenzintervall der Gesamtstichprobe ± 2,0 Tage · Kennzahlen und Grafiken honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.

Warum diese Studie?

Zum zweiten Mal gemessen, wie lange Österreich wirklich wartet

Nach der Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2025 haben wir die Erhebung 2026 wiederholt – mit 1.601 ausgewerteten Terminanfragen bei Kassenordinationen in allen Bundesländern und 14 Fachrichtungen – standardisiert und verdeckt erhoben. So entsteht eine belastbare Datengrundlage statt Einzeleindrücken: gemessen wird die Wartezeit, die Patientinnen und Patienten im Alltag tatsächlich erleben.

Warum wir das tun: Als unabhängige Vergleichsplattform haben wir ein Interesse daran, dass Entscheidungen rund um die eigene Gesundheitsvorsorge datenbasiert getroffen werden – am Ende bleiben sie immer persönliche Entscheidungen. Deshalb legen wir Hintergrund und Methodik vollständig offen; alle Ergebnisse werden ausschließlich aggregiert veröffentlicht.

  • Standardisiert: je Fachrichtung dasselbe Routine- und Vorsorgeanliegen, kein Akutfall
  • Verdeckt erhoben: reale Antworten der Ordinationen, als ÖGK-versicherte Neupatientin bzw. Neupatient
  • Transparent: Zähldefinition, Ausschlüsse und Grenzen vollständig dokumentiert
Ergebnisse 2026

Wartezeiten nach Fachrichtung in Österreich

Die längste Wartezeit auf einen Kassenarzt-Termin in Österreich hat 2026 die Innere Medizin mit einem Median von 65 Tagen, gefolgt von der Psychiatrie mit 61 Tagen und der Neurologie mit 50 Tagen; am schnellsten geht es beim Hausarzt mit 1 Tag (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 1.601).

Median-Wartezeit je Fachrichtung

In Kalendertagen bis zum ersten angebotenen Kassentermin · alle Bundesländer · sortiert nach Wartezeit

  • Innere Medizinn = 113
  • Psychiatrien = 106
  • Neurologien = 109
  • Augen = 122
  • Kardiologien = 110
  • Urologien = 116
  • Hautn = 117
  • Gynäkologien = 122
  • Orthopädien = 116
  • HNOn = 120
  • Pulmologien = 109
  • Pädiatrien = 112
  • Radiologien = 110
  • Hausarztn = 119
  • Erhebung 2026
  • Erhebung 2025 (Vorjahr)

Was die Daten zeigen

Drei Fachrichtungen liegen 2026 bei 50 Tagen oder mehr: Die Innere Medizin führt mit einem Median von 65 Tagen, dahinter folgen die Psychiatrie mit 61 Tagen und die Neurologie mit 50 Tagen – wer dort einen Kassentermin sucht, wartet im Median sieben Wochen bis über zwei Monate.

Die Spannweite zwischen den Fachrichtungen ist groß: Zwischen dem Hausarzt mit 1 Tag und der Inneren Medizin mit 65 Tagen liegen mehr als zwei Monate. Am schnellsten unter den Facharztrichtungen sind Radiologie mit 17, Pädiatrie mit 18 und Pulmologie mit 22 Tagen.

Im Vergleich zu 2025 bleibt die Spitze stabil: Innere Medizin und Psychiatrie führten bereits im Vorjahr mit 63 bzw. 61 Tagen. Deutlich verschoben haben sich die Gynäkologie mit −12 Tagen und die Kardiologie mit +12 Tagen – die vollständige Veränderung zeigt die zweite Grafik.

Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · n = 1.601 · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.

Veränderung gegenüber 2025

Im Vergleich zu 2025 hat sich die Median-Wartezeit in acht von 14 Fachrichtungen verlängert, in drei verkürzt und in drei ist sie unverändert geblieben; am stärksten verändert haben sich die Gynäkologie mit −12 Tagen und die Kardiologie mit +12 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at).

  • Gynäkologien = 122−12
  • Kardiologien = 110+12
  • Urologien = 116−9
  • Neurologien = 109+8
  • Augen = 122−6
  • Pulmologien = 109+4
  • Radiologien = 110+3
  • Orthopädien = 116+2
  • HNOn = 120+2
  • Innere Medizinn = 113+2
  • Pädiatrien = 112+1
  • Psychiatrien = 106±0
  • Hautn = 117±0
  • Hausarztn = 119±0
  • Wartezeit gestiegen (+, in Tagen)
  • Wartezeit gesunken (−, in Tagen)
  • Skala in Tagen, identisch zur Grafik oben

Wie die Veränderungen einzuordnen sind

Über alle Fachrichtungen hinweg überwiegen die Verlängerungen: In acht Fachrichtungen ist die Median-Wartezeit gestiegen, in drei gesunken, in drei blieb sie gleich. Die größten Anstiege verzeichnen die Kardiologie mit +12 und die Neurologie mit +8 Tagen.

Ein kürzerer Median bedeutet dabei nicht zwangsläufig einen besseren Zugang. Die Gynäkologie zeigt mit −12 Tagen die stärkste Verkürzung, gehört aber laut der Aufnahmestopp-Studie 2026 von krankenversichern.at mit 65,2 Prozent zu den beiden Fachrichtungen mit dem höchsten Anteil an Ordinationen ohne Neuaufnahme. Gemessen wird die Wartezeit nur dort, wo überhaupt ein Termin angeboten wird: Ordinationen, die 2025 noch einen späten Termin vergeben haben und inzwischen keine neuen Patientinnen und Patienten mehr aufnehmen, fallen aus der Auswertung heraus. Dieser Selektionseffekt kann den Median senken, obwohl der Zugang insgesamt schwieriger geworden ist.

Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · Differenz der Mediane 2026 gegenüber 2025 (n = 1.601 bzw. 1.591) · Details zu beiden Erhebungen im Studiendesign · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.

Alle Werte als Tabelle anzeigen
Median-Wartezeit auf einen Kassenarzt-Termin nach Fachrichtung, Österreich, in Kalendertagen. Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at.
Fachrichtung Median 2026 (Tage) n 2026 Median 2025 (Tage) n 2025 Veränderung (Tage)
Innere Medizin6511363115+2
Psychiatrie6110661111±0
Neurologie5010942109+8
Auge4612252119−6
Kardiologie4511033113+12
Urologie3911648110−9
Haut3611736123±0
Gynäkologie3412246114−12
Orthopädie2611624117+2
HNO2312021116+2
Pulmologie2210918111+4
Pädiatrie1811217111+1
Radiologie1711014110+3
Hausarzt11191111±0

Positive Werte in der Spalte Veränderung bedeuten eine längere Wartezeit 2026. Werte je Fachrichtung über alle neun Bundesländer; Mediane werden direkt aus den Einzelwerten berechnet und nicht aus Teilmedianen gemittelt. Halbe Tageswerte werden kaufmännisch auf volle Tage gerundet.

Regionale Ergebnisse

Wartezeiten nach Bundesland

Am längsten warten Kassenpatientinnen und Kassenpatienten auf einen Facharzttermin im Burgenland mit 53 Tagen und in Vorarlberg mit 46 Tagen, am kürzesten in Wien mit 22 Tagen; österreichweit liegt der Median bei 34 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 1.482 Facharzt-Anfragen).

Facharzt-Median je Bundesland

In Kalendertagen bis zum ersten angebotenen Kassentermin · Median über die 13 Facharztrichtungen

  • Burgenlandn = 55
  • Vorarlbergn = 89
  • Oberösterreichn = 237
  • Tiroln = 128
  • Salzburgn = 95
  • Kärntenn = 92
  • Niederösterreichn = 268
  • Steiermarkn = 203
  • Wienn = 315

Was die Daten zeigen

Zwischen dem Burgenland mit 53 Tagen und Wien mit 22 Tagen liegen 31 Tage – im Burgenland wartet man auf einen Kassen-Facharzttermin also mehr als doppelt so lange wie in der Bundeshauptstadt.

Wien ist mit deutlichem Abstand das schnellste Bundesland: Zwischen Wien und dem nächstplatzierten Niederösterreich beziehungsweise der Steiermark mit jeweils 34 Tagen liegen zwölf Tage. Sechs Bundesländer liegen dicht beieinander zwischen 34 und 38 Tagen; nur Vorarlberg mit 46 und das Burgenland mit 53 Tagen liegen darüber.

Klar abgesetzt ist damit nur Wien. Die Unterschiede zwischen den übrigen acht Bundesländern sind gemessen an ihren Fallzahlen klein; eine Rangfolge unter ihnen lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Warum die Wartezeiten regional auseinanderliegen, ist nicht Gegenstand dieser Erhebung.

Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · n = 1.482 Facharzt-Anfragen · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.

Alle Werte als Tabelle anzeigen
Facharzt-Median der Wartezeit auf einen Kassentermin nach Bundesland, in Kalendertagen. Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at.
BundeslandMedian 2026 (Tage)n
Burgenland5355
Vorarlberg4689
Oberösterreich38237
Tirol38128
Salzburg3795
Kärnten3592
Niederösterreich34268
Steiermark34203
Wien22315
Österreich gesamt341.482

Der Facharzt-Median umfasst die 13 Facharztrichtungen. Der Hausarzt wird auf Fachrichtungsebene eigens ausgewiesen (Median 1 Tag), weil Hausarzttermine nach einer anderen Mechanik vergeben werden – überwiegend kurzfristig und ohne mehrwöchige Vorlaufzeit. Mediane werden direkt aus den Einzelwerten der jeweiligen Gruppe berechnet; halbe Tageswerte werden kaufmännisch auf volle Tage gerundet. Bundesländer mit kleinerer Fallzahl haben eine größere Schwankungsbreite; ihre Reihenfolge untereinander ist dort nicht belastbar.

Detailauswertung

Wartezeiten im Detail: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark

Die längste Wartezeit auf einen Kassenarzt-Termin in den vier bevölkerungsstärksten Bundesländern hat die Urologie in der Steiermark mit 88 Tagen, gefolgt von der Inneren Medizin mit 78 und der Psychiatrie mit 72 Tagen, beide in Oberösterreich (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at).

Die Ergebnisse der vier Bundesländer stehen untereinander.

In Wien liegt die Median-Wartezeit auf einen Kassen-Facharzttermin bei 22 Tagen; am längsten wartet man in der Psychiatrie mit 64 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at, n = 315 Facharzt-Anfragen).

  • Psychiatrien = 21
  • Innere Medizinn = 26
  • Neurologien = 24
  • Kardiologien = 24
  • Augen = 24
  • Hautn = 24
  • Gynäkologien = 26
  • Pulmologien = 23
  • Urologien = 25
  • Pädiatrien = 24
  • HNOn = 24
  • Orthopädien = 27
  • Radiologien = 23
  • Hausarztn = 24

Was die Zahlen für Wien zeigen

Wien ist das Bundesland mit den kürzesten Wartezeiten: Der Facharzt-Median liegt bei 22 Tagen. In sieben der 14 Fachrichtungen bekommt man innerhalb von drei Wochen einen Termin – Radiologie mit 3 Tagen, Orthopädie mit 5 und HNO mit 6 Tagen liegen unter einer Woche, beim Hausarzt liegt der Median bei 1 Tag.

Die Ausnahme ist die Psychiatrie mit 64 Tagen: Sie ist die einzige Fachrichtung in Wien jenseits von zwei Monaten und liegt 22 Tage über der zweitlängsten Wartezeit, der Inneren Medizin mit 42 Tagen.

Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at · Wien · Erhebung 21.05.–10.09.2026 · Median in Kalendertagen · honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.

Alle Werte für Wien als Tabelle
Median-Wartezeit auf einen Kassenarzt-Termin in Wien nach Fachrichtung, in Kalendertagen. Quelle: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at.
FachrichtungMedian 2026 (Tage)n
Psychiatrie6421
Innere Medizin4226
Neurologie3524
Kardiologie3424
Auge3224
Haut2824
Gynäkologie2526
Pulmologie1923
Urologie1625
Pädiatrie1224
HNO624
Orthopädie527
Radiologie323
Hausarzt124

Veröffentlicht werden Kombinationen aus Bundesland und Fachrichtung nur dort, wo jede Fachrichtung mit mindestens 15 gültigen Rückmeldungen vertreten ist. Dieses Kriterium erfüllen Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark. Für Teilgruppen ist die Fallzahl kleiner und die statistische Unsicherheit entsprechend größer als bei den Fachrichtungs- und Bundeslandwerten.

Kontext

Das Umfeld: Wie sich das ärztliche Angebot seit 2000 verschoben hat

Die Zahl der Kassenärztinnen und Kassenärzte in Österreich ist seit dem Jahr 2000 nahezu unverändert – von 8.203 auf 8.236 (+0,4 %) –, während sich die Zahl der Wahlärztinnen und Wahlärzte im selben Zeitraum von 4.768 auf 11.802 erhöht hat (+148 %) (Wahlarzt- & Kassenarzt-Statistiken, krankenversichern.at, auf Basis von Daten der Österreichischen Ärztekammer, 2025).

Zur Einordnung: Die Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026 misst Wartezeiten, nicht deren Ursachen. Die folgenden Zahlen stammen aus anderen, jeweils benannten Erhebungen und beschreiben das Umfeld, in dem die gemessenen Wartezeiten entstehen. Ein rechnerischer Zusammenhang mit den Studienergebnissen wird daraus nicht abgeleitet.

Kassenärzte stagnieren, Wahlärzte wachsen

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Österreich, 2000 gegenüber 2025

2000 2025 4.768 11.802 Wahlärzte +148 % 8.203 8.236 Kassenärzte +0,4 %

Die Versorgungslast im Kassensystem verteilt sich damit auf eine seit 25 Jahren praktisch gleich große Zahl an Kassenordinationen – bei einer Bevölkerung, die im selben Zeitraum um rund 1,2 Millionen Menschen gewachsen ist. Das Wachstum des ärztlichen Angebots findet fast ausschließlich im Wahlarztbereich statt, der zunächst privat zu bezahlen ist.

Werte als Tabelle
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Österreich, 2000 und 2025. Quelle: Wahlarzt- & Kassenarzt-Statistiken, krankenversichern.at, auf Basis von Daten der Österreichischen Ärztekammer.
Gruppe20002025Veränderung
Kassenärztinnen und Kassenärzte8.2038.236+0,4 %
Wahlärztinnen und Wahlärzte4.76811.802+148 %

Quelle: Wahlarzt- & Kassenarzt-Statistiken, krankenversichern.at, auf Basis von Daten der Österreichischen Ärztekammer, Stand 2025 · Kassenärzte inkl. kleiner Kassen · Bevölkerungsentwicklung ebenda.

Aufnahmestopp: Viele Ordinationen nehmen gar nicht mehr auf

Die Wartezeit ist nur die halbe Zugangshürde. Die Aufnahmestopp-Studie 2026 von krankenversichern.at zeigt, dass rund ein Drittel der Kassenordinationen aktuell keine neuen Patientinnen und Patienten aufnimmt – in einzelnen Fachrichtungen wie Dermatologie (65,9 %) und Gynäkologie (65,2 %) sind es rund zwei Drittel. Die in dieser Studie gemessenen Wartezeiten gelten ausschließlich für jene Ordinationen, die überhaupt einen Termin angeboten haben.

Zur Aufnahmestopp-Studie 2026

Quelle: Aufnahmestopp-Studie 2026, krankenversichern.at · eigenständige Erhebung mit eigener Methodik.

Transparenz

Methodik der Studie

Die Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026 basiert auf 1.601 ausgewerteten Terminanfragen bei Kassenordinationen in allen neun Bundesländern und 14 Fachrichtungen, verdeckt und standardisiert erhoben vom 21. Mai bis 10. September 2026; ausgewiesen wird der Median der Wartezeit in Kalendertagen mit einem 95-%-Konfidenzintervall von ± 2,0 Tagen über die Gesamtstichprobe (krankenversichern.at).

  • Anfrageszenario

    Verdeckte Terminanfrage als neu zugezogene, bei der ÖGK versicherte Person – je Fachrichtung dasselbe Routine- oder Vorsorgeanliegen, ausdrücklich kein Akutfall. Für die Radiologie lag eine ärztliche Überweisung zugrunde.

  • Erhebungskanal

    Grundsätzlich schriftlich per E-Mail oder über das Online-Buchungssystem der Ordination; bei Online-Systemen wurde der erste buchbare Termin ausgelesen. Telefonisch nur, wenn kein schriftlicher Kanal verfügbar oder eine Rückfrage nötig war.

  • Was gemessen wird

    Kalendertage zwischen dem Anfragetag (Tag 0) und dem erstgenannten bestätigten Termin. Gewertet werden nur abgeschlossene Anfragen mit datiertem Terminangebot.

  • Median statt Mittelwert

    Ausgewiesen wird der Median: die Wartezeit, die die Hälfte der Ordinationen unter- und die Hälfte überschreitet. Er ist robust gegenüber einzelnen Extremwerten und bildet den typischen Fall ab. Halbe Tageswerte werden kaufmännisch gerundet.

  • Statistische Präzision

    95-%-Konfidenzintervall der Gesamtstichprobe: ± 2,0 Tage, berechnet über den Interquartilsabstand. Für Teilgruppen ist das Intervall breiter; die Spannen je Fachrichtung und Bundesland sind im Studiendesign dokumentiert.

  • Ausschlüsse & Grenzen

    Ordinationen mit Aufnahmestopp, ohne Rückmeldung oder im Urlaub zählen nicht zur Fallzahl. Gemessen wird die Wartezeit dort, wo ein Termin angeboten wird – der tatsächliche Zugangsaufwand kann darüber liegen. Auf Bundeslandebene wird der Facharzt-Median über die 13 Facharztrichtungen ausgewiesen.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten zur Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026

Wie lange wartet man in Österreich auf einen Kassenarzt-Termin?

Der Facharzt-Median liegt in Österreich bei 34 Tagen. Je nach Fachrichtung reicht die Spanne von 17 Tagen in der Radiologie bis 65 Tage in der Inneren Medizin; beim Hausarzt liegt der Median bei 1 Tag (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at; Facharzt-Median n = 1.482, Gesamtstichprobe n = 1.601).

Welche Fachrichtung hat die längsten Wartezeiten?

Die längste Wartezeit hat 2026 die Innere Medizin mit einem Median von 65 Tagen, gefolgt von der Psychiatrie mit 61 und der Neurologie mit 50 Tagen (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at). Alle 14 Fachrichtungen zeigt die Grafik oben.

Wie ist die Lage in Wien und Niederösterreich?

Wien ist mit einem Facharzt-Median von 22 Tagen das Bundesland mit den kürzesten Wartezeiten; die längste Wiener Wartezeit hat die Psychiatrie mit 64 Tagen. Niederösterreich liegt bei 34 Tagen, mit der Inneren Medizin (65 Tage) und dem Auge (61 Tage) an der Spitze (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at). Details in der Regionalauswertung.

Sind die Wartezeiten seit 2025 gestiegen?

Im Vergleich zu 2025 hat sich die Median-Wartezeit in acht von 14 Fachrichtungen verlängert, in drei verkürzt und ist in drei unverändert geblieben. Die größten Veränderungen: Gynäkologie −12 Tage und Kardiologie +12 Tage (Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, krankenversichern.at).

Warum gibt es so lange Wartezeiten beim Kassenarzt?

Die Zahl der Kassenärztinnen und Kassenärzte stagniert seit 2000 (+0,4 %), während sich die Zahl der Wahlärztinnen und Wahlärzte auf 11.802 mehr als verdoppelt hat (+148 %); zusätzlich nimmt rund ein Drittel der Kassenordinationen keine neuen Patientinnen und Patienten auf (Wahlarzt- & Kassenarzt-Statistiken auf Basis von Daten der Österreichischen Ärztekammer sowie Aufnahmestopp-Studie 2026, krankenversichern.at). Die Wartezeitenstudie selbst misst Wartezeiten und keine Ursachen; diese Zahlen stammen aus eigenständigen Erhebungen. Die Einordnung oben zeigt die Entwicklung im Detail.

Wie wurde die Studie erhoben?

Mit 1.601 ausgewerteten Terminanfragen, verdeckt und standardisiert gestellt als ÖGK-versicherte Neupatientin bzw. Neupatient in allen neun Bundesländern und 14 Fachrichtungen, erhoben vom 21. Mai bis 10. September 2026. Ausgewiesen wird der Median in Kalendertagen; das 95-%-Konfidenzintervall der Gesamtstichprobe beträgt ± 2,0 Tage. Die vollständige Methodik steht im Studiendesign-PDF.

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Alle Fachrichtungen im Überblick
Kassen-Wartezeit (Median 2026), Aufnahmestopp-Anteil und Ø Wahlarzt-Honorar je Fachrichtung, Österreich. Quellen: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, Aufnahmestopp-Studie 2026 & Wahlarzt-Kostenreport, krankenversichern.at.
FachrichtungWartezeit (Tage)AufnahmestoppWahlarzt Ø

Werte: Österreich-Durchschnitt · Quellen: Kassenarzt-Wartezeitenstudie 2026, Aufnahmestopp-Studie 2026 & Wahlarzt-Kostenreport von krankenversichern.at · krankenversichern.at ist ein unabhängiges Vergleichsportal, betrieben von der AVERS Versicherungsmakler GmbH, Wels; ob eine private Absicherung sinnvoll ist, bleibt deine Entscheidung.