Österreichweite Studie zeigt:
Rund jeder dritte Kassenarzt hat Aufnahmestopp
Eine aktuelle Auswertung von 1.112 Ordinationen in Österreich zeigt: Die Kassenmedizin stößt an ihre Grenzen. Im Median haben 32 % der Kassenordinationen einen Aufnahmestopp.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick: Wie schwer ist der Zugang zum Kassenarzt wirklich?
Warum diese Studie? Uns ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten in Österreich bestmöglich informiert sind – gerade dann, wenn der Zugang zur Versorgung zur Herausforderung wird. In unseren Beratungen hören wir tagtäglich, wie schwer es vielen fällt, überhaupt noch einen Termin beim Kassenarzt zu bekommen. Was bislang fehlte, war eine belastbare Datengrundlage. Genau das war unser Ziel, die Frage: Wie viele Kassenärzte in Österreich nehmen aktuell überhaupt keine neuen Patientinnen und Patienten mehr auf?
Kassenarzt nimmt aktuell keine neuen Patienten mehr auf.
Median: 31,8 %Haut- & Frauenärzte nehmen keine neuen Patienten mehr auf.
Spitzenwert: 65,9 %Aufnahmestopp nach Fachrichtung (österreichweit)
Anteil der Kassenärzte je Fachrichtung, der keine Neupatienten annimmt (in %). Gestrichelte Linie = Median (typische Fachrichtung).
n = 1.112 verifizierte Rückmeldungen von Kassenärzten, repräsentativ für Österreich (9 Bundesländer, 14 Fachrichtungen). Bei dieser Stichprobengröße ergibt sich ein 95 %-Konfidenzintervall mit einer Schwankungsbreite von ±2,6 Prozentpunkten um den ermittelten Anteilswert.
Grafik: © krankenversichern.at | AVERS Versicherungsmakler GmbH – honorarfrei unter Verlinkung der Quelle nutzbar.
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Service für Redaktionen
Detailauswertung nach Bundesland auf Anfrage
Die vorliegende Studie bildet die österreichweiten und fachbezogenen Ergebnisse ab. Vertiefende Auswertungen auf Bundesland-Ebene stellen wir Redaktionen auf Anfrage gerne zur Verfügung – inklusive der jeweiligen Fallzahlen zur statistischen Einordnung.
Hinter den Zahlen: Wie es zu den Aufnahmestopps kommt
Die Daten zeigen, dass die Kassenversorgung in Österreich vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Dass im Schnitt rund jeder dritte Kassenarzt derzeit keine neuen Patientinnen und Patienten aufnimmt, sollte dabei nicht als Unwillen der Ärzteschaft verstanden werden. Die meisten Ordinationen arbeiten bereits an ihrer Auslastungsgrenze – die Gründe dafür liegen überwiegend in den Rahmenbedingungen des Systems.
1. Begrenzte Kapazitäten in den Ordinationen
Ein Aufnahmestopp ist in vielen Kassenpraxen eine Folge hoher Auslastung. Durch die Begrenzung neuer Aufnahmen lassen sich die Behandlungsqualität, die Patientensicherheit und ausreichend Zeit pro Konsultation für die bestehenden Patientinnen und Patienten aufrechterhalten.
2. Auswirkungen für Patientinnen und Patienten
Für Patientinnen und Patienten bedeutet die hohe Auslastung vor allem längere Wartezeiten auf einen Kassentermin – je nach Fachrichtung und Region unterschiedlich stark. Wer früher einen Termin benötigt, weicht häufiger auf Wahlärztinnen und ‑ärzte aus. Deren Leistungen werden zunächst privat bezahlt, wovon die Kasse nur einen Teil erstattet.
Einschätzung
Wenn Patientinnen und Patienten bis zu 63 Tage auf einen Termin warten und inzwischen rund jeder dritte Kassenarzt keine neuen Patienten mehr aufnimmt, dann ist eine private Krankenversicherung für viele längst kein Luxus mehr – sondern eine Notwendigkeit.

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Wie gut ist die kassenärztliche Versorgung in deinem Fachgebiet? Ausgewertet auf Basis aller krankenversichern.at-Studien (Österreich-Durchschnitt).
Werte: Österreich-Durchschnitt · Quellen: Aufnahmestopp-Studie, Wartezeitenstudie & Wahlarzt-Kostenreport von krankenversichern.at
So haben wir erhoben
Wir legen die komplette Erhebung offen – damit du die Ergebnisse nachvollziehen, einordnen und überprüfen kannst.
Als Aufnahmestopp gewertet wurde eine Praxis nur dann, wenn kein Termin angeboten wurde bzw. ausdrücklich mitgeteilt wurde, aktuell keine neuen Patienten aufzunehmen. Befristete Verweise – etwa „derzeit nicht, aber im Herbst wieder“ – wurden nicht als Aufnahmestopp gewertet.
Akute Notfälle wurden bewusst ausgeschlossen, da hier gesetzliche und ethische Behandlungspflichten greifen und andere Kapazitätsmechanismen aktivieren.
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SA
Sebastian Arthofer, MSc
Co-Gründer und COO · krankenversichern.atStudienverantwortlicher der Aufnahmestopp-Studie 2026 und Experte für private Gesundheitsvorsorge. Ordnet Versorgungs- und Wartezeiten-Daten für Medien ein.
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krankenversichern.at ist der unabhängige Vorsorgespezialist für private Kranken- und Zusatzversicherungen in Österreich. Als unabhängiger Versicherungsmakler (AVERS Versicherungsmakler GmbH, Wels) vergleicht und berät das Unternehmen produktübergreifend, transparent und konsumentenseitig – mit dem Ziel, Menschen die passende Gesundheitsvorsorge zugänglich zu machen.
Zitierweise: „Aufnahmestopp-Studie 2026, krankenversichern.at." · Nutzung: Texte, Kennzahlen und Grafiken honorarfrei unter Nennung der Quelle und Verlinkung auf krankenversichern.at. · Bildnachweis: Foto Sebastian Arthofer © krankenversichern.at.