Zahnimplantat Österreich [2026]: Ablauf, Vorteile, Kosten und Vergleich

Ihre 4 wichtigsten Fragen zu Zahnimplantate sofort beantwortet

Sebastian Arthofer, MSc
Sebastian Arthofer, MSc PKV-Experte, zuletzt aktualisiert am 07.07.2026
  • 1. Was kostet ein Zahnimplantat in Österreich? Ein einzelnes Zahnimplantat kostet in Österreich durchschnittlich zwischen 1.000 € und 2.500 €. Der genaue Preis hängt von der Behandlungsart, dem Material (z.B. Titan oder Zirkon) und möglichen Vorbehandlungen (wie einem Knochenaufbau) ab.
  • 2. Übernimmt die ÖGK die Kosten für Implantate? In der Regel nein. Die Krankenkasse sieht Implantate als Privatleistung. Nur in seltenen, medizinisch streng notwendigen Fällen (z. B. nach Tumor-Operationen oder schweren Unfällen) zahlt die ÖGK einen einmaligen Zuschuss von maximal 450 € pro Zahn.
  • 3. Ist die Behandlung schmerzhaft? Der eigentliche chirurgische Eingriff (ca. 1 Stunde) erfolgt unter örtlicher Betäubung und verläuft völlig schmerzfrei. In den Tagen danach können leichte Schmerzen oder Schwellungen auftreten, die sich mit handelsüblichen Schmerzmitteln (wie Ibuprofen) sehr gut behandeln lassen.
  • 4. Was ist besser: Implantat oder Zahnbrücke? Aus zahnmedizinischer Sicht ist das Implantat vorteilhafter, da es lebenslang halten kann, den Kieferknochen vor Abbau schützt und keine gesunden Nachbarzähne abgeschliffen werden müssen. Die Brücke ist in der Anschaffung günstiger (ab ca. 300 €), muss aber oft nach rund 15 Jahren erneuert werden.
Ein Zahnimplantat steht an und Sie fragen sich: Wie hoch sind die Kosten in Österreich, zahlt die ÖGK einen Teil und welcher Spezialist ist der richtige? In diesem unabhängigen Ratgeber finden Sie alle Antworten.

Das erfahren Sie in diesem Ratgeber:

  • Alle Arten von Zahnimplantaten
  • Der genaue Ablauf & Dauer des Eingriffs
  • Vor- und Nachteile im ehrlichen Vergleich
  • Alle Kosten & Infos zur ÖGK-Kostenübernahme

So gehen Sie am besten vor:

Holen Sie sich auf jeden Fall 2 unabhängige Angebote für Ihr Implantat ein und vergleichen Sie die Heil- und Kostenpläne genau.

Berechnen Sie parallel unverbindlich eine Zahnersatzversicherung (Sonderform der Privatversicherung in Österreich), um den hohen Eigenanteil massiv zu senken.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat bietet sich im Falle eines Zahnverlusts – beispielsweise aufgrund von Karies, Parodontitis oder eines Traumas – an. Bei dem Implantat, das als langfristiger Ersatz an die Stelle des fehlendes Zahns tritt, handelt es sich um einen künstlichen Zahn. Man spricht hier auch von einer Zahnkrone.

Es gibt zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Zahnimplantate. So können einzelne Zähne oder aber komplette Kiefer mit Implantaten versorgt werden. Der Unterschied zu den natürlichen Zähnen ist in der Regel kaum erkennbar

Sollen mehrere Zähne ersetzt werden, kommt eine Implantat-Brücke zum Einsatz, die geeignet ist, größere zahnlose Bereiche abzudecken. Auch die Brücke wird fest mit den Zahnimplantaten verschraubt.

Beim Aufbau des künstlichen Zahns unterscheiden Zahnmediziner zwischen insgesamt drei Bestandteilen:

Implantatkörper (künstliche Wurzel)
Aufbau (Abutment)
Zahnkrone (sichtbarer Teil)

Die Zahnkrone wird also als Ersatz für den fehlenden Zahn auf der künstlichen Zahnwurzel befestigt. Dabei besteht der Implantatkörper aus einer Titan- oder Zirkonschraube in zylindrischer beziehungsweise der Zahnwurzel nachempfundener Form. Diese wird bei der Implantation in den Kieferknochen geschraubt.

zahnimplantat
Zahnimplantat: Aufbau mit Implantatkörper, Abutment und Zahnkrone

In den Wochen nach dem Eingriff verwachsen Implantat und Knochen miteinander. Erst wenn die sogenannte Knochenintegration gelungen ist, kann der Zahnarzt einen künstlichen Zahn auf das Implantat setzen und die Zahnlücke schließt sich.

Die Implantatkrone wird individuell angefertigt. Durch die hohe Pass- und Farbgenauigkeit, die heutzutage erreicht werden kann, fühlt sich die künstliche Zahnkrone genauso an wie ein natürlicher Zahn.

Übrigens: In manchen Fällen – gerade bei Einpflanzungen von Implantaten im Oberkiefer – ist eine Knochenaufbau beziehungsweise eine sogenannte Augmentation notwendig. Diese stellt sicher, dass der Kiefer dem Implantat ausreichend Halt bietet, um sich fest darin zu verankern. Bei der Sinusaugmentation handelt es sich um einen Eingriff, bei dem man den Boden der Kieferhöhlen anhebt. Ziel ist, dass sich mehr Knochen bilden kann und das Implantat festen Halt im Kiefer findet.

Arten von Zahnimplantaten

Welche Arten von Zahnimplantaten gibt es?

Die 6 wichtigsten Unterscheidungskriterien bei Zahnimplantaten

1. MaterialTitan oder biokompatibles Zirkon (Keramik)
2. AufbauEinteilige oder flexiblere zweiteilige Systeme
3. ImplantatdesignSchrauben-, Mini- oder Spezialimplantate
4. OberflächeSpezialbeschichtungen für schnelles Einheilen
5. Form & PositionAnpassung an die Knochendichte im Kiefer
6. HerstellerRenommierte Marken garantieren lebenslangen Support

Die verschiedenen Arten von Zahnimplantaten unterscheiden sich 

  • je nach Hersteller und 
  • Modell im Material
  • aber vor allem im Aufbau
  • dem Impantatdesign
  • der Oberfläche und
  •  der Form oder Position im Kiefer. 

Je nach den individuellen Gegebenheiten wählt der Implantologe den passenden Zahnersatz aus.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptformen von Zahnimplantaten. 

Während die am häufigsten verwendeten 

  • (1) enossalen Implantate in den Kieferknochen eingesetzt werden, 
  • werden die (2) subperiostalen Implantate auf dem Kieferknochen befestigt

Letztere werden vor allem bei niedrigen Kieferknochen verwendet, das heißt, wenn ein Knochenaufbau nur wenig sinnvoll ist.

Weitere Formen von häufig eingesetzten Zahnimplantaten:

  • Schraubenimplantate mit Gewinde (bei ausreichendem Knochenangebot)
  • Mini-Implantate/Schmalkieferimplantate (bei zu schmalen Kieferknochen)
  • Kurze und Ultrakurze Schraubenimplantate (bei wenig Knochenangebot)
  • Zygoma-Implantate (bei deutlichem Knochenschwund im Oberknochen)
  • Diskimplantate (bei zurückgebildetem Kieferknochen)
Die häufigste Form von Zahnimplantaten sind "enossale Implantate", die am Kieferknochen eingesetzt werden. Es gilt je weniger Knochen, desto komplizierter und teurer werden die Zahnimplantate
krankenversichern.at / CEO Benjamin Arthofer
Arthofer Benjamin
CEO krankenversichern.at

Dauer Implantat einzusetzten

Wie lange dauert es, ein Zahnimplantat einzusetzen

Das Einsetzen des Zahnimplantats nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und überschreitet in der Regel nicht die übliche Dauer für eine zahnärztliche Behandlung (rund 1h). Der Eingriff inklusive Einheilphase dagegen kann 2 bis 6 Monate dauern. 

Aber blicken wir einmal auf die einzelnen Schritte beim Einsetzten eines Zahnimplantats.

Der Ablauf einer Zahnimplantation: Schritt für Schritt

1. Planungsphase & Diagnostik

Erstellung von 3D-Röntgenaufnahmen (DVT) zur präzisen Vermessung des Kieferknochens. Einholen von unabhängigen Heil- und Kostenplänen zur finanziellen Absicherung.

2. Die Implantation (Der chirurgische Eingriff)

Der minimalinvasive Eingriff dauert in der Regel rund 1 Stunde und erfolgt völlig schmerzfrei unter örtlicher Betäubung. Der Implantatkörper (die künstliche Wurzel) wird fest in den Kiefer geschraubt.

3. Die Einheilphase (2 bis 6 Monate)

In den folgenden Wochen verwächst die Titanschraube dauerhaft mit dem körpereigenen Kieferknochen (Knochenintegration). Ein Provisorium schützt die Lücke in dieser Zeit.

4. Finaler Zahnersatz (Einsatz der Krone)

Nach erfolgreicher Einheilung wird die individuell im Labor gefertigte, farbechte Zahnkrone auf dem Abutment verschraubt. Die Zahnlücke ist permanent und unsichtbar geschlossen.

Vorteile eines Zahimplantats

Zahnimplantat Vorteile: warum sollte ich das machen?

Ein Zahnimplantat optimiert nicht nur die Kaufunktion deines Kiefers, sondern schafft zudem eine natürliche Ästhetik und schont die gesunden Zähne im Umfeld des fehlenden Zahns. Im Folgenden haben wir die Vorteile eines Zahnimplantats für dich zusammengefasst:

Gut zu wissen:
Wie lange ein Implantat im Ober- oder Unterkiefer verbleiben kann, hängt zum großen Teil auch von der Mundhygiene des Patienten ab. Implantatträger haben also durchaus einen Einfluss darauf, wie lange das kostbare Implantat funktionstüchtig ist.
krankenversichern.at / CEO Benjamin Arthofer
Arthofer Benjamin
CEO krankenversichern.at

Ihre möglichen Nachteile eines Zahnimplantates

Nachteile von einem Zahnimplantat: das musst du beachten!

Sowohl mit dem chirurgischen Eingriff als auch mit der Zeit danach sind mehrere Nachteile und Risiken verbunden. Patienten sollten folgende Zahnimplantat Nachteile unbedingt vor der Entscheidung für den Eingriff bedenken.

Unterschiede Zahnimplantat vs. Zahnbrücker

Zahnimplantat vs. Zahnbrücke: was ist vorteilhafter?

zahnimplantat zahnbrücke
Zahnimplantat vs. Zahnbrücke: Vorteile und Nachteile im Vergleich
📊 Datentabelle einblenden: Zahnimplantat vs. Zahnbrücke im direkten Vergleich

Übersicht der Kosten, Vor- und Nachteile sowie der Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

Direkter Vergleich: Zahnimplantat und Zahnbrücke in Österreich
Kriterium 🥇 Zahnimplantat (Empfohlen) Zahnbrücke
Kosten ab 1.000 € ab 300 €
Vorteil lebenslange Haltbarkeit günstiger Einstieg
Nachteil höhere Kosten Abschleifen eines guten Zahns,
Wiederholende Kosten
Kostenübernahme Kosten selbst zu tragen ÖGK, BVA oder SVS

Aufgrund der unterschiedlichen Kosten für Zahnimplantate und -brücken stellen sich viele Patienten die Frage, welche Lösung für den Zahnersatz die bessere ist. Die Antwort auf diese Frage hängt von mehreren Faktoren ab. Eine wichtige Rolle spielt zum Beispiel der Zahnbefund des Patienten, aber auch seine Ansprüche an den Zahnersatz. 

Im Folgenden findest du eine Auflistung der Vor- und Nachteile von Zahnimplantaten und -brücken.

Zahnbrücke und -implantate lassen sich insofern vergleichen, als dass beides Verfahren sind, um fehlende Zähne zu ersetzen. Dabei stellen 

  • Implantate einen vollständigen Zahnersatz dar, 
  • klassische Brücken dagegen benötigen eine Stützkonstruktion.

Diese Stützkonstruktion macht es erforderlich, dass die Nachbarzähne beschliffen werden. Vorteilhaft ist dies dann, wenn diese Zähne ohnehin beschädigt sind – beispielsweise durch Karies. Ein Beschleifen wäre in diesem Fall sowieso notwendig.

Einen Nachteil stellt das Beschleifen dann dar, wenn die benachbarten Zähne in überwiegend intaktem Zustand sind. Der Grund: Zahnschmelz und Zahnbein, das im Rahmen der Brückensetzung abgeschliffen werden, bilden sich nicht mehr nach

Daher ist in diesem Fall fast immer eine Implantation sinnvoller. Zwar werden auch bei dieser Knochen und Zahnfleisch verletzt, dieses ist aber nicht für immer verloren, sondern bildet sich wieder nach.

Ein weiterer Vorteil des Zahnimplantats gegenüber der Brücke: Während das Implantat bei guter Pflege ein Leben lang halten kann, hat eine Zahnbrücke eine Haltbarkeit von rund 15 Jahren.

Der wichtigste Unterschied zwischen Zahnimplantat und -brücke liegt in den Kosten beziehungsweise in der Finanzierung über die Krankenkasse. Während die Kosten für eine Zahnbrücke entsprechend übernommen werden, wird eine künstliche Zahnwurzel nur in Ausnahmefällen finanziert.

Berechnen Sie sich einmal die Prämie einer Zahnersatzversicherung, um sich für die bessere Variante des Zahnimplantates zu entscheiden und gleichzeitig die Kosten niedrig zu halten.

Schmerzen bei einem Zahnimplantat

Zahnimplantat Schmerzen: mit was muss ich rechnen?

Das Einsetzen des Zahnimplantats erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung und verläuft daher völlig schmerzlos. Nur selten entscheiden sich die Mediziner stattdessen für eine Schlafnarkose zur Durchführung der Operation.

In Einzelfällen können während und nach der OP die unten aufgeführten Beschwerden auftreten. Die Schwere der Symptome hängt von der Anzahl der Implantate sowie von der allgemeinen Verfassung des Patienten ab.

  • Schmerzen an der Stelle des Implantats
  • Leichte Blutungen
  • Blutergüsse auf dem Zahnfleisch
  • Schwellungen des Zahnfleischs oder Gesichts

Um etwaige Schmerzen zu lindern, können Patienten in den ersten Tagen nach dem Eingriff schmerzstillende Medikamente wie Ibuprofen einnehmen. Handelt es sich um stärkere Schmerzen, solltest du dich an deinen Arzt wenden, der dir bei Bedarf ein Antibiotikum verschreibt.

Zahnimplantat Kosten

Zahnimplantat Kosten: mit welchem Preis muss ich rechnen?

Ein Zahnimplantat kann zwischen 1.000 € und 2.500€ kosten, abhängig von der Behandlungsart, dem Behandlungsort, dem verwendeten Material und dem Aufwand. Der Eigenanteil ist hoch, da von der ÖGK die Kosten nur in medizinisch notwendigen Fällen übernommen werden.

Wie hoch die Kosten für das Zahnimplantat letztlich ausfallen, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Anzahl der Zähne, die durch Zahnimplantate ersetzt werden
  • Notwendigkeit vorbereitender Maßnahmen, beispielsweise ein Knochenaufbau
  • Bedarf eines provisorischen Zahnersatzes bis zum Einsetzen des Implantats

Insbesondere aufgrund der langen Lebensdauer der heutzutage verwendeten Materialien stellt ein Zahnimplantat im Vergleich zu anderen Lösungen häufig trotzdem die finanziell bessere Entscheidung dar.

Jetzt wo wir grundsätzlich wissen, was ein Zahnimplantat in Österreich kostet, stellt sich die Frage, 

  • ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt oder 
  • ob man im Ausland (z.B.: in Ungarn) das Zahnimplantat kostengünstiger einsetzten lassen kann.

Zahnimplantat Krankenkasse: Zahlt die Krankenkasse mein Zahnimplantat

Zahnversicherung Zahnersatz Beispiel
Erstattungsbeispiel Zahnimplantat

Implantat

Kosten: 2.500€
Gesetzliche Rückerstattung: 450 € *
Eigenanteil o. Versich: 2.050 €
Eigenanteil mit Versicherung: 205 €

(*nur wenn medizinisch notwendig, nur bei abnehmbarem Zahnersatz)

In vielen Fällen stellt ein Zahnimplantat die beste medizinische Lösung dar. Nur wenn eine solche medizinische Indikation gegeben ist, kannst du damit rechnen, finanzielle Unterstützung seitens der Krankenkasse zu erhalten. 

Wer unsicher ist, sollte daher bei seinem Zahnarzt einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Sobald man sich für bestimmte Art von Zahnersatz entschieden hat, kann man damit bei der Krankenkasse (ÖGK, BVA oder SVS) einen Antrag auf Kostenübernahme für Zahnersatz stellen.

zahnersatz ögk

Was zahlt die ÖGK und wie hoch ist der Eigenanteil?

Ein einzelnes Zahnimplantat kostet in Österreich je nach Aufwand und Material zwischen 1.000 € und 2.500 €. Da die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) Implantate als Privatleistung einstuft, wird nur in absoluten medizinischen Ausnahmefällen ein einmaliger Zuschuss von maximal 450 € geleistet. Das führt zu einer massiven finanziellen Lücke.

Kosten ohne Versicherung
Gesamtkosten Implantat 2.500 €
ÖGK-Zuschuss (max.) - 450 €
Ihr Eigenanteil: 2.050 €
Kosten mit Versicherung (90%)
Gesamtkosten Implantat 2.500 €
ÖGK-Zuschuss (max.) - 450 €
Versicherung übernimmt - 1.845 €
Ihr Eigenanteil: 205 €

Wird dieser genehmigt, treten die Versicherten zunächst in Vorleistung. Das heißt, du bezahlst den gesamten Betrag für den durchgeführten Eingriff und legen der Krankenkasse anschließend die Rechnung vor. 

Daraufhin erhalten Sie maximal 450€ von der ÖGK rückerstattet. Der Rest – also 2.050 € müssen selbst übernommen werden.

Ob und in welcher Höhe ein Zuschuss zu den Zahnersatz-Kosten genehmigt wird, hängt von den Regelungen der jeweiligen Kasse und ihrem Leistungskatalog ab. 

Österreichische Krankenkassen übernehmen selbst die Kosten für einen sogenannten “herausnehmbaren Zahnersatz” meist nur anteilig. In diese Kategorie gehören Kunststoff-, Metallguss- oder Sofortprothesen.

Wird dagegen aus ästhetischen, also medizinisch nicht notwendigen Gründen ein festsitzender Zahnersatz eingesetzt, gewähren die Krankenkassen in der Regel keinen Zuschuss

Eine Ausnahme bilden Fälle, in denen ein herausnehmbarer Zahnersatz aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, zum Beispiel bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder aufgrund der Rehabilitation nach Tumoroperationen oder polytraumatischen Kieferfrakturen.

Da Kosten von Implantaten durchwegs hoch sind, sollte man sich über die Möglichkeit einer Zahnersatzversicherung die ein Teil der Privatversicherung bzw. privaten Krankenversicherung ist, informieren. 

Berechnen Sie sich einmal die Prämie einer Zahnersatzversicherung, um sich für die bessere Variante des Zahnimplantates zu entscheiden und gleichzeitig die Kosten niedrig zu halten.

Zahnimplantat in Ungarn: kann das Sinn machen?

zahmiplantat ungarn
📊 Datentabelle: Zahnimplantat in Österreich vs. Ungarn im direkten Vergleich

Gegenüberstellung der durchschnittlichen Kosten, Vor- und Nachteile sowie rechtlichen Rahmenbedingungen.

Kosten und Vergleich für Zahnimplantate: Österreich gegenüber Ungarn
Kriterium 🇦🇹 Zahnimplantat in Österreich 🇭🇺 Zahnimplantat in Ungarn
Ø Kosten (pro Zahn) ab ca. 1.000 € bis 2.500 € ab ca. 750 € (Ersparnis ca. 30%)
Vorteile Kurze Anfahrtswege, keine Sprachbarriere, strenges Arzthaftungsrecht Günstigere Grundkosten bei oft gleichwertiger Behandlungsqualität in Top-Kliniken
Zu beachten (Nachteile) Höherer Eigenanteil ohne private Zahnersatzversicherung Versteckte Kosten (Hotel, Anreise), Sprachbarriere, abweichendes Haftungsrecht bei Komplikationen
ÖGK Kostenübernahme Max. 450 € (Nur bei absoluter medizinischer Notwendigkeit) Max. 450 € (Zwingende Vorab-Genehmigung durch die Kasse nötig)

Viele Österreicher reisen nach Ungarn, um die Zahnimplantat-Behandlung dort durchführen zu lassen. Tatsächlich sind die Kosten für Zahnimplantate in Ungarn niedriger. Ein Zahnimplantat in Ungar kostet rund 30% weniger als in Österreich. Dash heißt, der Zahnersatz in Ungarn kostet zwischen 700 € und 1.750 € pro Zahn.

In einer hochwertigen Klinik ist die Qualität mit Österreich zu vergleichen. Aber auch im Nachbarland steigen die Preise und die Kosten für eine Implantation unterscheiden sich je nach Implantat-Hersteller und verwendetem Material.

Ein weiterer Nachteil ist die größere Entfernung zu entsprechenden Kliniken. Patienten aus Österreich müssen für die Behandlung teilweise weite Strecken zurücklegen und zusätzlich die Kosten für eine Unterkunft aufbringen. Die Kosten für die 

  • Hin- und Rückreise sowie 
  • für den Aufenthalt im Hotel erhöhen 

also die tatsächlichen Aufwendungen für den Eingriff. Für den Fall, dass die Behandlung mehrere Schritte umfasst, kommen die Kosten für weitere Anfahrten und Übernachtungen hinzu.

Auch im Ernstfall können sich Nachteile ergeben: So ist das Arzthaftungsrecht in Ungarn weniger streng als das österreichische. Bleibt der gewünschte Behandlungserfolg aus, ist daher in vielen Fällen eine Klage um entsprechenden Schadenersatz nötig.

Wer am Zahnersatz sparen möchte, sollte daher vorab auf jeden Fall einen genauen Kostenplan erstellen und die Vor- und Nachteile abwägen. Entscheide dich daher unbedingt für eine seriöse Klinik, die im besten Fall mit einem österreichischen Partner zusammenarbeitet und in der Klinikpersonal Englisch oder Deutsch spricht.

Berechnen Sie sich einmal die Prämie einer Zahnersatzversicherung, um sich für die bessere Variante des Zahnimplantates zu entscheiden und gleichzeitig die Kosten niedrig zu halten.

Zahnimplantat Spezialisten

Wie finde ich den richtigen Spezialisten für meinen Zahnersatz

Wie erfolgreich die Zahnimplantation am Ende ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu zählen neben den individuellen Gegebenheiten im Kieferknochen des Patienten die notwendigen Begleitmaßnahmen wie ein Knochenaufbau. Auch die Mitarbeit des Patienten spielt eine große Rolle für den Erfolg der Behandlung. Damit du auch den richtigen Spezialisten findest, empfehlen wir dir 4 wichtige Kriterien:

  • Kompetenz und Erfahrung
  • Spezialisierung
  • Fortbildung/Zertifikate
  • Vertrauen

Unterhalb findest du einen Auszug an Spezialisten zu Zahnimplantaten in Österreich laut dem Magazin Format:

implantologe dr bernhart

Dr. Bernhart, Wien (22. Bezirk), Alle Kassen

Ganz gleich, ob Sie nur einen, mehrere oder gar alle Zähne verloren haben: Zahnersatz auf Implantaten ist in vielen Fällen die beste Lösung. Als Praxis mit über 20-jähriger Erfahrung im Schwerpunkt Implantologie legen wir besonderes Augenmerk auf digitale implantologische Verfahren, um einen minimalinvasiven Eingriff zu ermöglichen. Bewertung auf Docfinder: 4,6 (61)

Zahnklinken außerhalb Österreichs:

implantologe-dr-Gelencsér

Dr. Gelencsér, Hévíz (Ungarn), Zahnklinik

Tausende von Interessenten entscheiden sich für die Zahnärzte der Zahnklinik Gelencsér, die sich für schmerzfreie Zahnbehandlungen engagieren und ihr Fachwissen stets auf dem neuesten Stand halten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen, und einen dauerhaften, ästhetischen, stabilen Zahnersatz möchten, sind Sie bei der Zahnklinik Gelencsér genau an der richtigen Adresse.

FAQs

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Zahnimplantaten

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Zahnimplantaten

Wie lange dauert es, ein Zahnimplantat zu setzen?
Das Einsetzen des Zahnimplantats nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und überschreitet in der Regel nicht die übliche Dauer für eine zahnärztliche Behandlung (rund 1h). Der gesamte Eingriff inklusive der anschließenden Einheilphase kann dagegen 2 bis 6 Monate dauern.
Wie viel kostet ein Zahnimplantat?
Ein Zahnimplantat kann zwischen 1.000 € und 2.500 € kosten, abhängig von der Behandlungsart, dem Behandlungsort, dem verwendeten Material und dem Aufwand. Wenn vorbereitende Maßnahmen wie ein Knochenaufbau notwendig sind, können die Kosten entsprechend variieren.
Wie läuft ein Zahnimplantat ab?
Der Ablauf gliedert sich in vier wesentliche Schritte:
  1. Die Planungsphase zur Vorbereitung
  2. Die Implantation (der chirurgische Eingriff)
  3. Die Einheilphase
  4. Der finale Zahnersatz (Einsatz der Krone)
Sind Zahnimplantate zu empfehlen?
Zahnimplantate können überall im Kiefer zur Anwendung kommen und gelten auch in Fachkreisen als vollwertiger Ersatz im Falle eines Zahnverlusts. Im Gegensatz zu einer Zahnbrücke müssen die benachbarten Zähne nicht beschliffen werden. Daher ist in diesem Fall fast immer eine Implantation sinnvoller.
Wie schmerzhaft ist eine Zahnimplantation?
Das Einsetzen des Zahnimplantats erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung und verläuft daher völlig schmerzlos. Um etwaige Schmerzen in den ersten Tagen nach dem Eingriff zu lindern, können Patienten schmerzstillende Medikamente wie Ibuprofen einnehmen.
Wie lange dauert die Einheilphase bei Implantaten?
Der Eingriff inklusive Einheilphase kann 2 bis 6 Monate dauern. In den Wochen nach dem Eingriff verwachsen Implantat und Knochen miteinander (sogenannte Knochenintegration).